Jul 142007
 

Heute war der große Tag. Ich habe mich richtig gefreut. Endlich wird der Motor und alle anderen Aluteile, wie die Schwinge und der Endantrieb richtig blitzeblank. Das Wundermittel hieß Trockeneis Strahlen. Es hat den Vorteil, daß man kein feines Strahlgut hat, welches sich durch Ritzen in den Motor verkriecht und dort für Schäden sorgt. Man muß also nicht einzelne Teile zum Strahlen bringen, während man den ganzen Block nicht reinigen kann so ohne weiteres. Der nette Mann am Telefon meinte auch, daß alles kein Problem wäre und blitzblank würde. Er käme mit seiner Maschine vorbei.

Hier nun das Ergebnis. Die Bilder des verschmutzten Motors sind ja im Beitrag weiter unten zu sehen.

Trockeneisreinigung

Man sieht, daß der komplette Antrieb sauber geworden ist. Die ganzen Verschmutzungen sind runter. Die Stellen, an denen das Alu aber angegriffen wurde und korrodiert ist, bleiben dunkel und stechen nun hervor!

Trockeneisreinigung

Trockeneisreinigung2

Auch hier sieht man schön, daß große Flächen schön sauber geworden sind. Aber wo die Batteriesäure das Material angegriffen hat, bleiben die gelblichgrünen Verfärbungen.

Trockeneisreinigung3

Hier sieht man den Motorblock von oben. Eine dicke schwarze ölige Kruste hatte diesen bedeckt. Nun sind große Flächen sauber. Aber es bleiben schwarze Flecken, wo das Metall angegriffen ist.

Trockeneisreinigung4

Die Drosselklappenleiste ist schön sauber geworden. Der Ventildeckel ist weiterhin mit einem grauen Schleier überzogen.

Trockeneisreinigung5

Großflächige dunkle Schleier überziehen den Endantrieb. Schade!

Insgesamt wurde die hartnäckige Schmutzkruste entfernt. Fraglich ist, wie lange man dafür hätte bürsten müssen. Allerdings ist das Ergebnis aber auch mit konventionellen Mitteln erreichbar und hätte weitaus weniger gekostet, dafür um einiges länger gedauert. Das Ergebnis bleibt doch um einiges hinter den Erwartungen zurück und ist mit 250 Euro einfach zu teuer.

Es mag sicher eine Methode sein, die in bestimmten Gebieten sinnvoll ist. Ein 20 Jahre lang verdreckter Motor entsteht dadurch aber nicht wieder zu neuem Glanz.

Jul 142007
 

Heute soll der Motor Trockeneisgestrahlt werden. Ich bin mal echt gespannt. Nach meinem Kontakt gestern zu ihm rief er heute schon an, daß er spontan noch Zeit hätte.

Jetzt sieht der Motor und das Getriebe noch so aus:

Motor und Getriebe

Motorblock

Einspritzleiste

Auch der Getriebeausgang ist stark verölt:

Getriebeausgang

Nachher werde ich Fotos nach der Reinigung einstellen. Ich hoffe man wird dann blind beim Betrachten vom Strahlen und Blinken des Metalls!

Jul 142007
 

Am Freitag den 13. haben wir dann angefangen die Bremsen zu überholen. Ob das eine gute Idee war…. hehe

Die Bremssättel der Vorderradbremse machten einen guten Eindruck. Hier ist Julia beim Reinigen der Sattelteile:

Julia reinigt einen Bremssattel

Die Sättel der Vorderradbremse scheinen schonmal in jüngerer Vergangenheit ausgetauscht worden zu sein. Zylinder und Kolben machten einen sehr guten Eindruck. Keine Laufspuren und auch die Gummimanschetten sahen aus wie neu. Hier die gereinigten Teile:

Vorderradbremssättel sauber

Anschließend wurde der Bremssattel des Hinterrades zur Brust genommen. Er sah schon von außen deutlich verdreckter aus:

Hinterrradbremssattel

Auch zerlegt sieht der Bremssattel nicht mehr so lecker aus:

Hinterradbremssattel in Teilen

Nach dem Reinigen sah er dann aber noch funktionsfähig aus. Keinen nennenswerten Laufspuren und auch die Gummimanschetten machten sauber noch einen vernünftigen Eindruck. Also wurde auch er wieder zusammengebaut und in die Kiste der fertigen Teile gelegt.

Anschließend habe ich noch das Vorderrad getestet und danach die Radlager rausgeschlagen.

Fraglich war noch die Behandlung der ganzen Aluteile. Ich hatte von einem Freund Bilder von seiner Restaurierung bekommen. Er hatte alle Motordeckel, Schwinge Endantrieb etc. Glasperlstrahlen lassen. Sieht nen Hammer aus. Nun gibt es aber auch relativ neu Trockeneis Strahlen. Dabei kann alles zusammengebaut bleiben und das Strahlgut rutscht nicht durch Ritzen in den Motorraum etc. Wir haben uns nun mit einer Bude in Verbindung gesetzt. Die kommen sogar zur Werkstatt und machen das vor Ort. Nun sind wir mal gespannt, was das wird.

Jul 092007
 

Heute haben wir angefangen die K zu zerlegen. Julia hat mir geholfen und ein wenig mitgeschraubt.

Zerlegen1

Zerlegen3

Wir haben so gegen 15 Uhr angefangen und um 19 Uhr stand der Rahmen neben dem Motor.

Zerlegen11

Die Kiste mit den Teilen wurde zuesehends voller.

Zerlegen9

Um 20 Uhr war dann der Rahmen frei von Kleinteilen, Mutternkörben und ähnlichen und ist nun bereit zum Strahlen und Pulverbeschichten. Zu diesem Zeitpunkt stand dann nur noch der Motor mit Getriebe auf Holzklötzen und dem Hauptständer. Mittwoch geht es weiter und dann wird der Motor erstmal grob von außen gereinigt. Motorreiniger und vorsichtiges Kärchern wird dies erledigen. Dann kann das Getriebe ab und die Einspritzanlage demontiert werden. Die Motordeckel kommen ab und Verschleißteile im Motor werden kontrolliert und ersetzt.

Richtig viel Spaß hatte ich mit dem Kabelbaum. Ich habe soweit es ging alle Stecker beschriftet mit Klebefähnchen.

Zerlegen8

Zerlegen6

Vor dem richtigen Einsetzen des Kabelbaumes habe ich schon richtig Schiß. Das wird sicher ein schönes Gefummel! argh

Heute festgestellte Schäden:

– Kardanwelle hat Spiel und muß ersetzt werden
– Der Rahmen ist wirklich stark angegriffen. Gerade unter dem heck ist er arg braun. Aber alles nur oberflächlich und deswegen mache ich mir keine großen Sorgen. Zumindest scheint er gerade zu sein. Alle geraden Streben sind gerade und die Bohrungen zum Verschrauben am Motor springen nicht von den Gewinden weg, nachdem man die Schrauben löst.

So Mittwoch geht es dann wie gesagt mit dem Motor weiter.

Jul 072007
 

Es ist endlich soweit. Im März hatte ich eine K 100 gekauft. Ursprünglich sollte sie für Julia sein. Wir wollten sie in Ruhe nach ihren Wünschen gestalten bis sie den Führerschein gemacht hat. Dann habe ich festgestellt, daß es sich um eine der ersten K 100 überhaupt handelt, die gebaut wurden. Sie hat die Rahmennummer 0000152K100 und ist somit die 152te K100 die je gebaut wurde. In Anbetracht der Tatsache, daß schon viele K100 in die ewigen Jagdgründe eingegangen sind, mutmaße ich mal, daß es nicht mehr viele Modelle gibt, die älter sind als meine.

Also hatte ich mich entschieden, daß dieses Moped originalgetreu restauriert wird. Es soll so auferstehen, wie es einmal aus dem Berliner Werk gerollt ist. Dazu sind sicher noch eine Menge Informationen und Nachforschungen nötig. Aber ich denke das bekomme ich schon alles raus.

Dies ist übrigens meine erste Restauration! Bisher habe ich K 100 immer nur geschlachtet!

Heute haben Julia und ich dann begonnen eine erste Bestandsaufnahme zu machen. Dazu habe ich sie nochmal angeworfen und mir das Klappern genau angehört, das mir schon beim Kauf auffiel. Wir sind uns sicher, daß es aus der Gegend der Lichtmaschine kommt. Daher mache ich mir hier erstmal keine größeren Sorgen.

Anschließend haben wir sie in die Halle geschoben. Dort habe ich dann noch einige Dinge gecheckt, wie Kerzenbild, Kompression, Ventilspiel, Ladespannung der Lima.

Ladespannung: ca. 13,8 V

Zündkerzenbild: alle Kerzen haben einen Elektrodenabstand von 0,7mm. Das ist nahezu Neumaß. Zylinder 1-3 weisen rehbraune Elektroden und etwas rußigen Rand auf. Nur Kerze vier fällt hier etwas aus dem Rahmen mit rußigen Elektroden. Ich mache mir hier aber erstmal keine Gedanken, da ich nicht weiß, wie die K in der Vergangenheit bewegt wurde. Außerdem ist das Ventilspiel nicht ganz korrekt. Ich werde mir das Kerzenbild wieder anschauen, wenn ich nach der Restauration ein wenig gefahren bin.

Kompression: Zylinder 1 hat ca. 10,5 bar und die restlichen drei Zylinder haben knapp 11 bar. Somit ist die Kompression bestens. Alles über 10 bar ist TOP!

Ventilspiel: Leider war der Motor noch etwas warm. Daher kann es zu leichten Abweichungen kommen. Sehen wir die Messungen als Tendenz an!

Zylinder 1: Einlaß 0,2mm / Auslaß 0,32mm
Zylinder 2: Einlaß 0,26mm / Auslaß 0,3mm
Zylinder 3: Einlaß 0,24mm / Auslaß 0,3mm
Zylinder 4: Einlaß 0,22mm / Auslaß 0,3mm

Bremsscheiben sind hinüber. Die Lima habe ich noch ausgebaut. Sie macht leichte Lagergeräusche beim Drehen. Die Gummis haben es auch hinter sind. Das kann schon eine Ursache für die Klappergeräusche sein.

Jetzt noch einige Bilder:

So sieht sie im Ganzen aus. Es fehlen schon die Kühlerniere und die Seitendeckel.

K 100 linke Seite

Gammel wo man hinsieht. Man erkennt sofort, daß die K sehr oft draußen gestanden hat. Die Witterung haben den Rahmen angegriffen und auch die Aluminiumteile sind stark angelaufen. Aber nichts, was man nicht hinbekommt.

Rahmen gammelig

Die Drosselklappenleiste ist trocken. Aber auch hier sind die Teile angelaufen und bewegliche Teile, wie Federn etc. weisen auch erste Spuren von braunem Rost auf. Ich denke hier wird eine Menge Arbeit oder ein günstiger Austausch erforderlich sein.

Zylinderkopf K 100

Das soll fürs erste reichen. Einige Bilder sind noch hier zu sehen. Während der Bauphasen werde ich immer wieder neue Fotos einzelner Teile und zum Stand der Dinge machen.

Jul 052007
 

Also gestern habe ich die Pumpe endlich fertig eingebaut. Gestern und heute bin ich dann ein paar km gefahren. Zwischendurch hat die Karre immer eine Weile gestanden und es hat nichts getropft oder geschwitzt, so daß ich mal davon ausgehe, daß der Eingriff erfolgreich war! Man bin ich froh!

Hier noch zwei Bilder von der fertigen Pumpe vor dem Einbau! Ja ich weiß, die Dichtflächen habe ich dann später noch gereinigt vor dem Einbau!

Wasserpumpenteil:

Pumpe_fertig2

Ölpumpenteil:

Pumpe_fertig1