Aug 292013
 

Der Wecker klingelt um 04:00 Uhr, um 05:00 Uhr sitze ich im Auto. Ich parke in der Werkstatt und fahre mit Bahn und Bus zum Flughafen Tegl. Rucksack wiegen, nen Kilo rausnehmen ins Handgepäck und einchecken. Nun heisst es warten, bis der Flug geht. Die Flugdauer bis Göteborg ist mit 1:15 Stunden absolut ueberschaubar. Vom Flughafen Göteborg Landvetter, der etwas ausserhalb liegt, fährt ein Bus „Flygbussen“ direkt zum Hauptbahnhof. Das Ticket kann man im Flughafen direkt am Ausgang fuer 99 SEK am Automaten kaufen. Das ganze wird praktisch mit Kreditkarte bezahlt, wie so ziemlich alles in Schweden. Aber fuer die öffentlichen Verkehrsmittel ist eine Kreditkarte (VISA) Pflicht, denn Bargeld geht hier bis auf wenige Ausnahmen gar nicht. Auf der „Östra Hamngatan 25“ findet man gleich in der Nähe des Hauptbahnhofes und gegenueber von „The Northface“ ein „Naturkompaniet“, den schwedischen Globetrotter. Wer geflogen kommt kann sich hier den „Brennstoff“ kaufen, den er im Flieger nicht mitnehmen konnte. Auch sonst kaufe ich noch einige Kleinigkeiten ein: ein Tagebuch, Feuerzeuge und Tape fuer die Fuesse, das ich vergessen hatte und wieder brauchen werde.Dann geht es mit dem Bus nach Kungälv. Dort steige ich direkt ein in den Bohusleden und mache am Wanderheim im „Fontin“ noch eine Kaffeepause. Dabei warte ich den ersten Regen ab, was aber nicht viel nuetzen wird, denn es wird den gesamten Nachmittag immer wieder regnen. Das Handy habe ich seitdem ich den Flughafen verlassen habe ausgeschaltet. Ich will abschalten, den Zivilisationsstress hinter mir lassen. Ich will in den Tag hineinleben, mich treiben lassen. Aufstehen, wenn ich ausgeschlafen habe und mich ansonsten nach dem Tageslicht richten. Es ist noch lange hell um diese Jahreszeit, so dass ich ausreichend Zeit haben werde mir einen Lagerplatz zu suchen. Gegessen wird, wenn ich Hunger habe und nicht nach der Uhrzeit.

Nach nur etwa 5 gelaufenen Kilometern habe ich dann um 17:00 Uhr mein Lager aufgeschlagen. Gestartet war ich ja erst geg. 13:00 Uhr und nach der Kaffeepause im Fontin regnete es sich richtig ein. Streckenweise kam sogar feiner Hagel, so dass der Weg komplett weiss war von den feinen Körnern. Ich habe dann auf einer Lichtung zwischen zwei Bäumen das Tarp aufgestellt, gekocht und bin schlafen gegangen.

Ich kann euch sagen, in dem Wald war es nachts dunkel, wie in einem Bärenarsch und keine Geräusche!

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