Mrz 172008
 

Karacho? Karachoisieren? Was ist das? Der six1 aus dem Flyingbrickforum hat in „Heimarbeit“ einen genialen Synchrontester entwickelt.

Karacho3

Dieser Tester hat sich in Windeseile über die gesamte Republik verteilt und erfreut BMW-Fahrer-Herzen hier wie dort.

Es finden regelrechte Karacho Happenings statt.

Karacho4

Karacho5

Hier wird bei Grillgut oder anderen schmackhaften Gerichten (hinter vorgehaltener Hand berichtet man von Erbsensuppe und Hackfleischpizza) Benzin gequatscht und eigentlich ganz nebenbei noch nen Haufen BMW synchronisiert, damit die alten Böcke schön sauber laufen und nicht so vibrieren.

Karacho6

Eine geniale Sache das!

Danke six1!

Karacho funktioniert übrigens bei allen Motoren, bei denen man Zylinder synchronisieren kann und muß!

Jan 312008
 

Endlich komme ich mal wieder zum Basteln. Zur Zeit habe ich die Transalp eines Kollegen zur Inspektion. Ich hatte schon alle Filter, Öl, Zündkerzen und den ganzen Rotz gewechselt. Bremsscheiben und Bremsbeläge waren auch dran. Dabei fiel auf, daß der Bremssattel komplett fest war. Dieser wurde gegen einen gebrauchten Sattel getauscht. Dieser gebrauchte Sattel wurde geöffnet und komplett gereinigt. Nun bremst die Fuhre mit neuer Bremsanlage wieder wie
Sau. Naja so wie Sau, wie eine Transalp mit einer Scheibe halt bremsen kann. 😉 Leider hatte ich dafür keinen Fotoapparat zur Hand.

Am Montag war dann die Vergaserreinigung, Ventile einstellen und Synchronisieren fällig.

Als erstes wurde dazu die Sitzbank, Seitenteile und der Tank abgebaut.

Tank_ab

Anschließend wurde der ganze Luftsammler runtergenommen. Hierbei zeigten sich schon die ersten vergammelten Schellen. Teilweise waren die Schrauben nicht mehr drehbar und total festgerostet. Diese wurden später ausgetauscht gegen gut erhaltene gebrauchte.

Vergammelte_Schellen

Anschließend wurde der Vergaser abgebaut und die Einlasse mit sauberen Tüchern verschlossen, damit keine Fremdkörper in den Zylinder fallen können.

Vergaser

Vergaser_raus_Seite

Anschließend wurde der Vergaser geöffnet. Die Düsen und das Hauptteil wurden in einem Ultraschallbad gereinigt. Dadurch lösen sich selbst kleinste Ablagerungen in den feinen Düsen und Bohrungen.

Vergaser_offen

Beim Ausbau des Vergasers stellte ich fest, daß die Chokezüge total angegammelt waren. Rostige Federn und gammelige Züge sorgten dafür, daß der Chokezug sich nicht mehr komplett in die Ausgangsstellung bewegten. Das führte dazu, daß die Karre insgesamt zu fett aber dann auch noch auf beiden Zylindern unterschiedlich fett lief. Folge waren schwarze Kerzen und unsauberer Lauf. Es klang so, als liefe ein Zylinder immer hinterher.

vergammelter_Chokezug

Während der Vergaser gereinigt wurde, stellte ich die Ventile ein. Diesen wurden von mir zuletzt vor etwa 10.000 km eingestellt und hatten sich nur geringfügig verstellt. Das Ventilspiel wurde nochmals korrigiert und die Zylinder wieder verschlossen. Gerade beim vorderen Auslassventil ist das eine wirklich undankbare Aufgabe. Man kommt absolut nicht ran, weil der Kühler und der Rahmen im Weg sind.

Einlassventile:

Einlassventile

Auslassventil:

Auslassventil

Als dann der Vergaser fertig war mit reinigen, wurde er von mir mit Druckluft ausgeblasen und wieder zusammengebaut. Anschließend konnte alles wieder eingebaut werden. Ein neuer Chokezug wude verlegt, neue Schellen bei den Ansaugstutzen verwendet und die Karre synchronisiert. Eigentlich lief sie schon mit der Grundeinstellung super. Sie bekam noch etwas mehr Leerlaufrehzahl und die Vergaser wurden noch minimal abgestimmt.

Anschließend wurde der „Neutralstecker“ noch bearbeitet, damit er wieder richtig funktioniert. Nun ist die Hütte fertig und wird heute Abend wieder übergeben.

Alles in allem ein sehr anstrengender Tag, der mir aber viel Freude bereitet hat.

Okt 232007
 

Also ich bin so ein cooler BMW Schrauber…. 😉

Spaß beiseite. Heute war die Stunde der Wahrheit. Nachdem ich ja letzte Woche das Ventilspiel eingestellt hatte, war heute synchronisieren dran. Also habe ich die Karre warmlaufen lassen und sie lief gar nicht mal so schlecht. Sie wurde dann noch auf Nebenluft geprüft. Die Ansaugstutzen und die Drosselklappenanlage wurden also mit Bremsenreiniger eingesprüht; ohne Änderung der Drehzahl. Somit sind die schonmal dicht.

Als die Karre warmgelaufen war, wurden die Synchronuhren angeschlossen. Nach einigem hin und her, liefen die Zylinder soweit erstmal zu meiner Zufriedenheit synchron. Allerdings habe ich sie nur über die Luftschrauben synchronisiert. Im Winter wird sie dann nochmal komplett über die Drosselklappen synchronisiert, wenn ich mir passende Federschrauben für die Drosselklappenanschläge gekauft habe.

Ich bin happy!!!!!!!!!!

Okt 202007
 

Gestern habe ich dann endlich das Ventilspiel eingestellt. Die frisch von BMW gelieferten Plättchen wurden eingesetzt und das Ventilspiel ist nun wieder top. Ich habe mich zum Glück nicht verrechnet. Allerdings war dies das letzte mal, daß ich das Spiel nachstellen konnte. Dünnere Plättchen gibt es nicht mehr.

Die Zylinder bekamen nun folgende Plättchen:

1. Zylinder: 2,05mm
2. Zylinder: 2,10mm
3. Zylinder: 2,20mm
4. Zylinder: 2,10mm

Dünnere Plättchen als 2mm gibt es nicht. Sollte der Ventilspiel also wieder Untermaß haben, muß entweder der Kopf überholt, oder ein anderer Verbaut werden. Mal gucken, wie lange es hält. Beim nächsten Werkstatttermin wird dann synchronisiert…..

Okt 132007
 

Man habe ich gestern geko…..

Nachdem ja nun die Drosselklappenleiste mit allen neuen Ansaugstutzen, Schellen, Unterdruckschläuchen etc. wieder drin sitzt wollte ich gestern die K synchronisieren. Zuvor habe ich mich mit Carlo noch sehr kontrovers über die Art der Synchronisation unterhalten. Gut wir hatten beide irgendwo recht…. Da dachte ich mir, vielleicht könnte man vorher nochmal das Ventilspiel kontrollieren. Wurde ja schließlich schon eine Weile nicht mehr gemacht. Also Kerzen raus, Zylinderkopfhaube ab, die Nockenwellen auf den 1. Zylinder richtig eingestellt. Einlaßventil gemessen, alles top, Auslaßventil gemessen und mich trifft der Schlag!

Zylinder 1: 0,07mm
Zylinder 2: 0,07mm
Zylinder 3: 0,16mm
Zylinder 4: 0,07mm

Sollmaß wäre 0,25-0,3mm. Der Motor war kalt, wie es sich gehört. Das ist schonmal heftig! Kompression hatte ich kurz vorher bei kalem Motor gemessen. Jetzt hätte ich gerne mal einen Wert bei warmem Moor, aber nu is ja alles offen. Mist. Einlaßventile sind übrigens alle absolut top.

Jedenfalls wird das der Grund sein für den Leistungsverlust. Bei warmem Motor wird das Ventilspiel wohl nicht mehr vorhanden sein, die Ventile schließen nicht mehr richtig und es geht Kompression verloren. Von der Hitze mal ganz abgesehen, die sich da entwickelt! Die Kerzen sahen aber noch ganz gut aus. Daher hoffe ich mal, daß noch nichts verbrannt ist innen. Jetzt werde ich also sehen, das ich Ausgleichsplättchen in ausreichender Stärke bekomme und das Ventilspiel korrekt einstellen kann. Dann kann es endlich an die Synchronisation gehen.

Ich habe eigentlich keine Lust noch einen neuen Kopf aufzusetzen! 🙁

Okt 112007
 

Ich arbeite ja schon seit einiger Zeit mit dem Michael Giering aus Bonn zusammen. Er betreibt dort die „Mechanische Werkstatt Giering“. Sehr erfolgreich hat er bereits Tankdeckel der Firma „Newton Equipment“ in Tanks der K Baureihe angepaßt.

K100_tankdeckel

Nun hat er auch einen Tankdeckel für Tanks der R Baureihe angepaßt.

Tankdeckelumbau Boxer 05

Tankdeckel_Boxer1

Zum Kauf biete ich die Deckel in meinem Shop an.

Hier nun eine kleine Erklärung zu den Tankdeckeln:

Vorweg sei gesagt, daß die Montage in ca. 30 Minuten erledigt ist, inkl. Hände waschen und Bier öffnen…… 😉

Das Prinzip ist recht einfach. Wichtig war dem Michael, daß jeder den Deckel montieren kann und keine weiteren Anpassungsarbeiten nötig sind!

Die von ihm verwendeten Deckel sind bisher ausschließlich Zubehördeckel der Firma „Newton Equipment“. Aus deren Sortiment sucht er sich einen Deckel, der vom Durchmesser und Design zu dem Motorradtyp paßt, an den er später montiert werden soll. Nun passen aber die Bohrungen des Deckels und des Tanks nicht zusammen. Also muß eine Möglichkeit gefunden werden, den Deckel zu befestigen. Dies geschieht durch einen Adapter. Dieser Adapter enthält Bohrungen, mit deren Hilfe er auf den Tank geschraubt werden kann. Gleichzeitig enthält der Adapter Bohrungen mit Lochkreis und Abstand der Bohrungen, mit denen der Tankdeckel nun selber auf diesem Zwischenring oder Adapter aufgeschraubt werden kann. Mit Hilfe der mitgelieferten Dichtung und der kleinen Flasche Hylomar Dichtmasse wird diese Konstruktion dauerhaft dicht montiert. Im Lieferumfang sind also der Tankdeckel (inkl. Schloß und Schlüssel bei der abschließbaren Version), der Zwischenring mit Korkdichtung und einer Flasche Hylomar und die erforderlichen Sdchrauben enthalten.

Die folgenden Bilder sollen das hier geschriebene etwas verdeutlichen. Zu sehen ist anfangs ein Tankdeckel, der für die K Modellreihe angepaßt wurde. Die beiden letzten Bilder zeigen den Tankdeckel für die Boxerreihe in seinem jetzigen Entwicklungsstand.

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In einigen Tagen werde ich sicher noch ein Bild vom montierten Boxerdeckel einpflegen.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht und ganz viel Neugier in die Sache bringen.

Es grüßt der

mopetenreiter

Okt 062007
 

Ich habe mir einen Zusatzscheinwerfer bestellt. Im Flyingbrickforum tobt seit längerem eine hitzige Diskussion über bessere H4 Lampen und Xenon. Ich halte nichts von den Zubehör Xenon Lampen für Motorräder, da sie keine Zulassung haben und in der Regel stark blenden.

Daher werde ich jetzt mit der Osram Silverstar und dem neuen Zusatzscheinwerfer testen, was sich legal rausholen läßt.

Okt 062007
 

So nun werde ich mal zu meinem aktuellen Problem ein wenig schreiben.

Nach meinem kleinen Sturz und der anschließend durchgeführten Inspektion im Rahmen der Verkleidungsreparatur fuhr meine K ja auf dem Rückweg aus Österreich nur noch 180-190.
Außerdem säuft sie schon lange wie ein Loch und der Ursache wollte ich schon lange auf den Grund gehen!

Ich habe also begonnen sie langsam zu zerlegen auf der Suche nach dem Fehler. Grundsätzlich kann es ja nur zu wenig Sprit oder Falschluft oder beides zusammen sein. Da die Karre auch schon lange ziemlich vibriert, muß eine ordentliche Fehleranalyse sowieso sein.

Als erstes hatte ich mir eigentlich für den Winter die Erneuerung der ganzen Gummis am Motor vorgenommen. Nun werde ich es gleich jetzt machen, um das Falschluftproblem auszuschließen. Die Drosselklappenleiste ist total verölt durch undichte Ansaugstutzen. Besonders schlimm ist der letzte Zylinder.

Drosselklappenleiste_vorher

Drosselklappenleiste_vorher1

Außerdem habe ich festgestellt, daß die Unterdruckschläuche an einigen Stellen stark abgerieben sind. Einer ist zur Hälfte durchgerieben und der Kanal scheint geradezu verschweißt zu sein. Neue Benzinleitungen habe ich auch gleich verbaut. Die alten waren nach 23 Jahren schon stark porös.

Unterdruckschlauch

Die Drosselklappenleiste wurde also demontiert und utraschallgereinigt. Die Einspritzleiste wurde entfernt und die O-Ringe der Einspritzdüsen getauscht. Auch die waren nach 23 Jahren am Ende aber trotzdem erstaunlich gut erhalten. Nun sieht die K so aus:

Einspritzleistenüberholung

Die alten Gummis teilweise stark porös:

Einspritzleistenüberholung1

Die gereinigte Drosselklappenleiste:

Bild folgt:

Nun warte ich eigentlich nur noch auf die unteren Ansaugstutzen, auf die die Drosselklappenleiste aufgesetzt wird. Die habe ich vergessen zu kaufen. Nun werden sie erst Dienstag oder Mittwoch kommen. Bis dahin habe ich erstmal Pause und kann mich anderen Dingen widmen.

Während der Reparatur fiel mir ein, daß ich den Spritfilter zuvor gewechselt hatte. Dazu mute ich den schönen Tankdeckel abnehmen. Dieser Zubehördeckel wird mit einem Zwischenring montiert. Unter dem Zwischenring hatte ich die originale Tankdeckeldichtung von BMW. Diese ist sehr dick und deshalb habe ich beim Montieren des Deckels auf sie verzichtet. Dabei muß ich die Tankentlüftung verschlossen haben. Es kann sein, daß das mein Problem war mit dem Leistungsverlust. Wird sich zeigen, wenn die Kiste wieder zusammengebaut ist. Trotzdem wird es gut sein, wenn alle Gummis neu sind. Das war schon lange nötig…

Sep 172007
 

Also als erstes muß ich mal sagen, daß Lackierer ab sofort in meinen Augen wahre Künstler sind!

Ich habe nun den Sturzschaden soweit behoben, daß ich bis zum Saisonende fahren kann. Die gebrochenen Verkleidungsteile wurden aufwendig mit Glasfaser, Epoxydharz und Spachtel repariert. Damit hab ich nahezu die ursprüngliche Form wieder erreicht. Die Unterschiede sind wirklich nur bei genauem Hinsehen und genauer Kenntnis der Verkleidung zu sehen. Leider habe ich es diesmal versäumt Fotos von den einzelnen Schritten zu machen.

Anschließend habe ich di Teile mit schwarzem Lack einfach lackiert. Ich werde die Teile im Winter eh wieder zum Lackierer bringen. Daher habe ich keine Filler drunter gemacht und mir auch nicht wirklich bis in kleinste Detail Mühe mit den Schleifarbeiten gegeben. Man sieht sehr wohl alleine schon an den Spuren vom Schmirgelpapier, wo die Karre kaputt war. Aber wie gesagt die Form stimmt wieder und sie ist schwarz und aus ein paar Meter Entfernung sieht man gar keinen Unterschied! Das war erstmal wichtig.

Als alles fertig war habe ich dann festgestellt, daß die Schnellkupplung eines Kraftstoffschlauches kaputt war Dort tropfte es gewaltig. Wahrscheinlich habe ich auch deswegen in letzter Zeit einen so hohen Spritverbrauch gehabt. Ich bin ja mal gespannt. Also durfte ich heute noch einen Kraftstoffschlauch wechseln. BMW muß den erst bestellen und so konnte ich einen gebrauchten aus meinem Fundus einbauen. Der sieht noch ganz gut aus und tut es hoffentlich bis Saisonende.

Bei der Gelegenheit hatte ich nun noch alle Öle gewechselt, alle Filter gewechselt bzw gereinigt (K&N) und einen neuen Hinterreifen aufgezogen.

Nun kann es morgen losgehen nach Österreich. Ich hoffe alles klappt nun!

Sep 062007
 

So nun hat es mich erwischt. das erste mal bin ich nun also gestürzt. Ich war nicht schnell und deswegen ist mir auch nichts passiert. Die genauen Umstände kann ich noch nicht preis geben. Ich habe ein paar erste Bilder mit den Schäden gemacht und werde die hier mal einstellen. Im Grunde ist es für mich ein überschaubarer Schaden. ca. 250 Euro Lackkosten und ne Menge Fleißarbeit. Teile habe ich ja zur Genüge. Bei einem Gutachten wäre die Sache sicher ein wirtschaftliche Totalschaden. Trotzdem ist es ärgerlich und gerade wegen der Firmengründung habe ich eigentlich keine Zeit für sowas.

Hier die Bilder:

Totale

Einmal die komplette rechte Seite mit allen Schäden. Die gesamte Vekleidung kippt leicht nach links. Kaum zu sehen aber werde wohl auch das Geweih richten müssen.

Verkleidungsoberteil

Das Verkleidungsoberteil ist mehrfach gebrochen. Die Reparatur mit Glasfaser wird lustig!

Seitenteil_Spoiler_Kurbelwellendeckel

Das relativ frisch lackierte Seitenteil ist auch wieder hinüber. Grmpf. Außerdem hat es noch den Kurbelwellendeckel erwischt und der Motorspoiler ist auch angeschabt.