Mai 052007
 

Nach der Dobbrikow Runde gestern habe ich im Wedding dann endlich die Einfahrzeit für mein Moped rum gebracht. Endlich hat sie 100.000 km auf der Uhr.

Tacho100Tkm2

Gekauft habe ich sie ja vor 2,5 Jahren mit 63000km. Mal sehen wie lange es dauert, bis ich die 200000km voll habe……

Mai 022007
 

…. macht meistens Fehler. Das mußte ich wieder lernen!

Vor zwei Wochen hatten wir den Motorausgangswellendichtring bei der K 100 meines Bruder gemacht. Ich habe nicht das richtige Werkzeug zur Hand gehabt und wir mußten den Tag unbedingt fertig werden. Das hat sich gerächt, denn es kam wie es kommen mußte. Der große Wellendichtring wurde wohl doch ein klitzekleinwenig schief eingesetzt von mir. Jedenfalls ölte die Karre danach wieder. Also habe ich heute nochmal alles auseinandergebaut und Teile bestellt. Diesmal mache ich auch gleich Nägel mit Köpfen und dichte das Getriebe auch noch an einigen Stellen neu ab. Dann gebe ich noch den Endantrieb zum erneuern der Dichtringe ab. Dies traue ich mir nicht selber zu. Dann sollte für die nächste Zeit Ruhe im Karton sein mit ölendem Motor bei meinem Bruder.

Danach wartet der neue Remus Sportauspuff bei mir auf seine Montage und die Abtriebswelle muß ja bei mir auch noch gemacht werden…… grmpf

So ist halt immer was zu tun, wenn man über 20 Jahre alte Mopeten fährt……

Mai 022007
 

Zum Ende der letzten Saison ist es mir bereits sporadisch aufgefallen. Manchmal ging meine BMW einfach aus, beim Wechsel von Last auf Leerlauf. Ich habe dem aber nicht so viel Bedeutung zugemessen, da es nur ganz selten auftrat und über die Winterpause geriet es in Vergessenheit.

Nun trat dieser Fehler zu Saisonbeginn immer öfter auf und es mußte was geschehen. Ich habe nun angefangen nach Nebenluft zu suchen, dabei endlich mal den Kurbelwellenentlütungsschlauch gewechselt, der schon lange porös war. Es trat keine Besserung ein. Die Ansaugstutzen für die Drosselklappen waren ebenfalls dicht. Dann entschloß ich mich eher routinemäßig zur Pflege der Steckkontakte und der beiden Massekontakte unterm Tank und am Getriebe und seit dem ist das Problem behoben. Ich denke mal es war der Massekontakt unterm Tank, der bekannt ist Probleme zu bereiten. Es war zwar nicht wirklich Korrosion sichtbar aber leichtes Anschleifen und das Bearbeiten mit WD40 brachten nun Abhilfe bei meinem Problem.

Also hat sich wieder mal die Kontaktpflege bei einem 24 Jahre alten Motorrad als sehr wichtig herausgestellt…..

Apr 252007
 

Letztes Jahr habe ich im Sommer ein neues Sportfahrwerk für meine K 100 gekauft. Eingebaut und fühlte mich auch gleich wohl. Bin damit auch eine riesige Alpentour gefahren.

Über den Winter habe ich die Gabel noch etwas optimiert (eine andere Version eingebaut mit Gabelstabi). Dabei mußte die Gabel natürlich neu befüllt werden. Wollte die Gabel etwas härter machen als vorher, da sie mir vorher etwas zu weich vorkam. Also habe ich statt der bisherigen 17cm Luftpolster nur noch 15 cm Luftpolster gemacht. Das war im Februar. Anfang April konnte ich dann mit der Dicken endlich loslegen und fühlte mich von Anfang an unwohl! Irgendwie sprang das Biest bockig durch die Gegend.

Man muß dazu sagen, daß ich erst seit 2,5 Jahren Motorrad fahre und mir in mancher Hinsicht einfach noch die Erfahrung fehlt, um Fehler auch richtig zu beschreiben.

Für mich war es so, daß ich meinte, die Karre bockt so, weil das Fhrwerk zu hart ist. Also Gabel aufgemacht und wollte statt der 15 cm Luftpolster wieder die 17 machen. Und was stelle ich fest…….?

Da sind 20 cm Luftpolster drin, also die Gabel ist eigentlich viel zu weich!!! Nach einigem Rätseln, wie das gehen kann bin ich zu dem Schluß gekommen, daß ich mich, wie auch immer, einfach nur vermessen haben muß! Nun erklärte sich auch einiges. Die Karre sprang so, weil sie zu tief eintauchte und dadurch dann den Bodenkontakt verlor.

Nun habe ich erstmal wieder 17 cm, wie vorher. Und ich fühle mich schon weitaus besser. Werde nochmal ausgiebig testen und das Federbein hinten nun auch nochmal härter machen. Später werde ich die Gabel dann mal mit 16cm Luftpolster testen. Das wird es dann sicher sein.

Apr 252007
 

Über den letzten Winter hatte ich mir eine Transalp gekauft. Ziemlich günstig. Ich mußte nur das Kettenkit und neue Reifen aufziehen und hatte dann ein absolut zuverlässiges Motorrad für den Winter. Das Teil hat richtig Spaß gemacht, wenn man davon absieht, daß natürlich Leistung fehlt und dieses Straßenenduro Originalfahrwerk nichts halbes und nichts ganzes ist.

Jedenfalls hat die Karre Spaß gemacht und für den Winter war sie perfekt. Nun habe ich aber 5 Motorräder in meiner Garage zu stehen und für eine anstehende Restaurierung brauche ich mal wieder Geld und Platz. Also habe ich mich entschlossen die Transe wieder zu verkaufen. Habe einen Kollegen gefunden, der nach langer Fahrpause (17 Jahre) nun wieder Motorrad fahren wollte. Ich habe ihm gesagt er solle wenigstens ein paar Fahrstunden nehmen. Naja das hat er natürlich nicht getan und gestern hat er die Karre abgeholt.

Wir waren noch nicht auf der Hauptstraße da hat er sie schon zweimal umgeworfen. Also sind wir in eine nahe Sackgasse gefahren und da habe ich ihn erstmal auf und ab fahren lassen. Nach ein paar Runden ging es dann besser und wir sind langsam die 30 km zu ihm nach Hause gefahren. Dort sind wir auch gut angekommen und man hat gemerkt, wie er immer sicherer wurde. Trotzdem hat er noch einige Defizite und obwohl ich ihm an jeder Ampel neue Tips gab, muß er noch eine Menge an sich arbeiten. Insbesondere Gefahrenbremsungen traue ich ihm noch gar nicht zu und das ist das A und O beim Mopedfahren.

Ich habe ihm nochmal dringlichst nahegelegt, daß er trotzdem noch ein paar Fahrstunden nehmen soll und Grundfahrübungen üben soll. Ich hoffe er tut es. Irgendwie fühle ich mich verantwortlich, wenn ihm was passiert. Aber ich denke ich habe alles getan, was möglich ist. Er hätte sich sowieso eine Karre geholt und dann von irgendwem und wäre völlig alleine gelassen worden!

Hoffen wir das er gesund bleibt!

Apr 062007
 

endlich ist es soweit. Der mopetenreiter und Pfiffikus haben ihre neuen Werkstatträume bezogen. Der größte Teil der Sachen ist bereits in den neuen Räumlichkeiten. Ich habe nun eine eigene Halle, die ich zum großen Teil alleine nutzen kann. Es ist alles soweit eingeräumt. Es kommen nur noch ein paar Regale mehr rein und noch ein paar Teile mehr. Aber losgehen kann es jetzt schon!

Hier mal die Halle vom mopetenreiter:

Werkstatt

Apr 022007
 

Ein altes Sprichwort sagt: Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Habe ich noch bei meinem letzten Besuch vor einem Monat geschrieben, daß Julia die schöne blaue K 75 bekommen soll, wenn sie erstmal fertig ist, so hat der März schon wieder neue Projekte gebracht. Ich hatte das Glück eine sehr seltene K 100 Basis zu bekommen. Sehr selten, weil sie wirklich eines der ersten Modelle ist, die damals in Berlin vom Band gelaufen sind. Sie hat die Fahrgestellnummer 0000152K100 und ist damit das 152ste K 100 Motorrad, daß in Berlin vom Band lief. Sie ist in einem für ihr alter recht ordentlichen Zustand. Bilder werde ich nachliefern.

Offensichtlich müssen getauscht werden das Fahrwerk (Federbein schlägt durch und alles fährt sich recht schwammig), die Bremsen müssen erneuert werden (vielleicht baue ich ja auf Vierkolben der R100 um), ein Rasseln kommt aus dem Motor aber nicht aus der Steuerkettengegend (die wird allerdings trotzdem gewechselt), sondern eher aus der Lima Gegend. Mal gucken, ob sich das mit einem Lima Tausch erledigt…. Na und dann das typische Abtriebswellen Nietenklappern…. der Rahmen ist etwas angegammelt, also leichte Rostpunkte, wird aber sowieso gestrahlt und neu gepulvert und ansonsten ist sie eigentlich recht fit. Farbe wird nun matt schwarz auf Julias Wunsch. Die Motordeckel und Getriebe und Kardan etc werde ich Glasperlen und dann irgendwie versiegeln lassen, Felgen ebenfalls passend dazu.

Gefahren ist die Kiste 98Tkm also noch nichtmal richtig eingefahren. Gekostet hat sie 1100 Euro und ich denke mit insgesamt 2500 Euro wird sie wieder in neuem Glanz und technisch in Bestform dastehen.

Bilder gibt es bald wie immer in Flickr.

Gruß vom Mopetenreiter

Feb 272007
 

Morgen kann ich endlich ein paar lackierte Teile abholen. Ich hatte sie abgegeben, um ein kaputtes Seitenteil von meiner BMW nach einem Umfaller zu tauschen. Außerdem hatte ich die gabel ugebaut und ein neues Schutzblech mußte her. Bilder folgen!

Feb 232007
 

Also nun will ich mal die Auflösung zur gestrige Schrauberaktion bringen…..

Heute sind wir wieder Mittags zum Basteln gefahren. Sehen uns die Bremse nochmal an. Genau haben wir auf den Handbremszylinder geachtet und der macht folgendes Geräusch:“Pfscht! Mit der Lampe geguckt und es spritzt da raus. Also klar, der ist hinüber.

Ich hatte noch einen gebrauchten und einen neuen dabei. Er hat sich dann für den neuen entschieden. Hätte ich auch getan. Diesen eingebaut, wieder überall auf neue Dichtungen geachtet und dann war die Bremse in 15 Minuten entlüftet. Nun noch die Vorderachse richtig befestigt, also Wippen der Gabel, damit sich nix verspannt, die Klemmschrauben fest, die Achsschraube fest. Rollprobe, alles leichtgängig.

Probefahrt…… fährt gut aber irgendwas ist weich im LK. Aufbocken, Rüttelprobe. Ui da hat sich aber eine Lagerschale nochmal richtig gesetzt. Also nochmal alles lösen. LKL nachstellen, alles wieder fest, Gabelbrücken dabei nochmal gelöst, damit sich nix verspannt, erneute Probefahrt und alles top.

Fazit: Ich habe eine Menge gelernt, bekomme durch eine zufällige Bekanntschaft nun ein Werkzeug zum paßgenauen Einziehen der Lagerschalen gedreht, wir hatten wieder richtig Spaß, der Jens hat sich glaube ich gefreut, der Carlo auch…..lecker Arabische Kekse gegesen, ein Mars geschenkt bekommen…. viel über dicke, dünne, kurze und lange gesprochen…. Es waren natürlich Imbus Aufsätze gemeint…

Zwei gelungene Schraubertage.

Feb 232007
 

Also gestern war ein heftiger Tag. Vor kurzem meldete sich der Jens aus Berlin bei mir. Er ist frischer Eigentümer einer 83er K 100, mit der FIN 0002003K100. Also wirklich eine der ersten. Er nahm einen Tacho von mir mit und nun waren die LKL (Lenkkopflager) dran. Wir also eine Hebebühne bei Carlo gemietet und los gings. LKL, das ist doch kein Thema, in 3 Stunden sind wir fertig. So der Plan. Also neue LKL eingekauft und Attacke. Ach ja, sein Seitenständer war am Lagerbock abgebrochen also der Lagerbock war zerbröselt, nicht der Seitenständer. Außerdem leuchtet öfter mal seine Kühlmittellampe ohne das der Lüfter anspringt. Das waren so die Problemchen die er hat.

Bis zum LKL vordringen war nicht so der Akt. Der Junge hat so eine komische Rennverkleidung, ich stelle davon mal ein Foto ein die Tage. Sie hat den Vorteil, daß man vorne sehr gut Platz zum Arbeiten hat. Als dann endlich die Gabelbrücken ab waren brauchten wir Hilfe vom Meister. Der war beschäftigt also ging ich erstmal Bier und Brötchen holen. Irgendwann erhielten wir dann den Abzieher und die nötige Erklärung und ich holte meine ersten Lagerschalen aus einem Lenkkopf. So neue Lagerschalen eingeschlagen auch kein Thema. Nach Erklärung vom Meister hatten wir auch bald das alte Lager von der unteren Gabelbrücke entfernt. Neues Lager mit Hilfe einer alten (offensichtlich zu großen)Lagerschale aufgeschlagen und komplett in seine Einzelteile zerlegt. Arghs…..

Zum Glück hatte ich noch zwei neue LKL zu Hause. Also nach Hause gedüst und beide geholt. Das neue LKL vom Meister aufschlagen lassen. Noch eines wollte ich nicht zerlegen.

Dann der Zusammenbau. Alles ordentlich fetten, Drehmomente beim Zusammenbau beachten. Gabel rein, Rad rein.

So nun war der Lüfter dran. Tank war ja schon ab. Also Lüfterstecker vorpopeln und kurzschließen. Lüfter läuft. Nun die spannende Frage: Ist es das Temperaturschaltgerät oder der Temperatursensor….. Wir haben erstmal das Schaltgerät gewechselt und er beobachtet die Sache in nächster Zeit. Kühlmittel noch ein paar Schluck aufgefüllt am richtigen Stutzen unterm Tank und nicht am Ausgleichsbehälter, nochmal Luft aus den Schläuchen gedrückt. So nun ist der Lagerbock dran. Nun hat der Junge eine richtige geil klingende 4 in 1 Anlage dran, mit so nem ganz dünnen schwarzen Endtopf und Krümmer und Topf alles ein Teil. Und der Krümmer läuft durch den Hauptständer. Also mußte der Puff ab, um an die Schrauben vom Lagerbock zu kommen. Argh….

Der Vorbesitzer hat übrigens alle Schrauben eingeklebt, Gabelbrückenschrauben, und auch die Schrauben vom Lagerbock. Gabelbrückenschrauben brauchte er daher für die obere Gabelbrücke auch neu. Alle vom Lagerbock gingen auch mehr oder weniger gut raus, bis auf die letzte. Der Meister mich schon wieder verarscht, ob ich keine Muckis habe und ich soll nicht wieder nen Bolzenkopf rund drehen. Also ich ihm den Imbus in die Hand gebrückt….. OK er meinte dann ich soll die Heißluftpistole holen. Mit Wärme und Kraft bekamen wir sie dann lose….. So neuer Lagerbock dran und alles wieder zusammen friemeln.

So wieder Klötzer unter die Ölwanne, Vorderrad wieder raus (weil sonst bekommt man die einteilige Verkleidung nicht wieder ran), Verkleidung rangebaumelt, Vorderrad rein und nun eine Stunde damit verbracht die Bremse zu entlüften. Ja wir waren vorsichtig mit dem Bremszylinder….. Aber nix war. Dann abends um 22 Uhr die Karre in die Ecke geschoben. Und gleich geht es weiter. Ich habe nen neuen und nen gebrauchtne Bremszylinder da. Die Qual der Wahl….. na mal schauen.

Aber sche wars und heute mache ich mal ein paar Fotos von der Karre.

Man also manchmal ist es echt gut, ein Schrotthändler zu sein, sonst wären wir gestern ein paar mal aufgeschmissen gewesen. hehe