Jun 242012
 

Nun sitze ich hier nach meinem Kardanwellenbruch am Motorrad und warte auf eine Entscheidung des ADAC, wie es denn nun mit der Heimreise weiter gehen wird. Diese Zeit möchte ich nutzen, meine Gedanken zu dem gesponsorten Motorradhelm von HJC niederzuschreiben. Es handelt sich hierbei um das Modell R-PHA 10 im Design PINNA.

Einen ersten optischen Eindruck hatte ich bereits in einem früheren Beitrag vermittelt. Nun soll der Praxistest im harten Norwegeneinsatz zeigen, ob der Helm sich bewährt hat, oder nicht.

Als erstes möchte ich auf das Gewicht eingehen. Mit 1200 gramm merkt man ihn auf dem Kopf so gut wie gar nicht. Wurden andere Helme in der Vergangenheit schwer und verursachten auf Dauer Nackenschmerzen und Verspannungen, merke ich diesen Helm auch nach stundenlangen Touren überhaupt nicht. Er wurde mir niemals schwer oder unangenehm. Das ist deutlich positiv voranzustellen.

Das Innenpolster löst sich manchmal. Es ist mit Druckknöpfen im Helm befestigt, die sich gelegentlich öffnen. Das Polster wieder fest zu montieren erfordert manchmal etwas Gefühl, um die richtige Position zu bekommen. Insgesamt kommt dies aber weniger häufig vor als bei den Klapphelmen, die Carlo und Andreas bekommen haben.

Der Helm wird standardmäßig mit zwei Visieren geliefert. Ein Klarsichtvisir und ein getöntes Visir. Leider wurde nur ein Pinlock mit geliefert, so dass ich ein zweites zusätzlich käuflich erwerben musste. Bisher bin ich nur das getönte Visir gefahren. Ich glaube auch, dass ich dabei bleiben werde. Selbst bei direkter Sonenneinstrahlung ist es gerade noch dunkel genug, so dass man noch ausreichend sieht. Und auch bei Dämmerung oder in beleuchteten Tunneln sieht man ausreichend. Nur bei völliger Finsternis muss man das Visir hochklappen. Allerdings werde ich für diese wirklich seltenen Fälle kein zweites Visir mitführen und auch nicht das ungetönte nur dafür ständig am Helm haben. Für meine Zwecke bin ich mit dem getönten Visir sehr zufrieden. Der Einwand durch Fred, dass das Visir durchaus noch etwas dunkler sein könnte, mag zutreffen. Allerdings wäre dann wohl auch in beleuchteten Tunneln schon Schluß….. ich denke, hier hat man einen guten Kompromiss gefunden.

Die Geräuschentwicklung ist natürlich sehr hoch. Bei dem geringen Gewicht ist es klar, dass am Komfort gespart werden musste. Dabei darf man auch nicht ausser Acht lassen, dass es sich hier um einen Sporthelm und nicht um einen komfortablen Tourenhelm handelt. In Anbetracht des Gewichtes und des eigentlich Einsatzzweckes ist die Geräuschentwicklung vertretbar. Ich war auch auf den langen Norwegentouren nicht übermäßig dadurch belastet oder genervt. Der gewohnte Geräuschkomfort des S1 pro ist mit einem Sporthelm in dieser Gewichtsklasse nicht zu erreichen.

Insofern bin ich sehr zufrieden mit dem Helm. Insebsondere das geringe Gewicht lassen ihn nie zu schwer werden und machen ihn auch für lange Touren zum geeigneten Begleiter. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Gegen die Geräusche höre ich halt Musik.

Polarkreis HJC

Die HJC Helme nach dem harten Toureneinsatz am Polarkreis.

Jun 162012
 

Für unsere Sonntag startende Norwegentour bekamen wir alle eine Bluetooth Kommunikationsset für unsere Helme.

Bluebike Lieferumfang

 

Die Geräte wurden vom hersteller in unsere Helm gebaut. Von aussen sieht man nun nur noch das Bedientastenfeld und hinten guckt das kleine Ladekabel hervor.

Bluebike Schaltpanel

 

Die Bedienung des Gerätes erfolgt über 4 Tasten. Die Tasten sind mit „Ein“ „Aus“ „Plus“ und „Minus“ gekennzeichnet. Durch das Drücken von Tastenkombinationen bzw. „Gedrückthalten“ der Tasten lassen sich eine Vielzahl von Funktionen schalten.

Pfingstmontag war es dann soweit. Andreas, Carlo, Fred und ich starteten zu einer gemeinsamen Probetour. Auf dieser Tour sollten auch die Bluebike Geräte getestet werden. Zuerst mussten alle Helme eingeschaltet werden und sich gegenseitig finden. Kurz danach war eine Kommunikation möglich. Aus der Gruppe kann immer nur einer sprechen. Jeder kann aber für sich entscheidenn, wie er die Kommunikation beginnen möchte. Entweder drückt er einen Knopf oder er stellt sein Gerät so ein, dass lautes räuspern beispielsweise Automatisch den Funkkanal freischaltet. Und dann kann es auch schon losgehen… fröhliches Plaudern oder auch der Hinweis, an der nächsten Tankstelle doch mal rechts raus zu fahren. Anfangs wurde getestet….“Könnt ihr mich hören…?“ und kurz darauf gingen sie auch schon los, die ersten dummen Sprüche. Herrlich, endlich nicht mehr stures vor sich hin Fahren… man kann seine Eindrücke nun auch sofort teilen. So ein richtiges Männerspielzeug.

Das Einwählen von verschiedenen Geräten per Bluetooth funktionierte auch problemlos. Alle Handys wurden erkannt und die MP3 Funktion, sowie die Telefonie über das Bluebike funktionierten tadellos. Auch unsere Garmin Navis konnten problemlos mit dem Helm kommunizieren. Einzig die Stereofunktion funktioniert hier nicht. Unsere ZUMO 550 geben diese Daten einfach nicht mit dem A2DP Stereo Protokoll raus. Das liegt aber an Garmin und kann Blubike nicht angelastet werden.

Natürlich ist bei allem positiven nicht alles Gold was glänzt. Offensichtlich gibt es zur Zeit beim Umschalten von MP3 auf Funk ein Problem, so dass es zu starken Nebengeräuschen kommt. Die Entwickler sind aber an diesem Problem dran und werden auch das sicher bald behoben haben. Mit der Bedienung sollte man sich vorher genau auseinandersetzen. Es gibt doch eine ganze Menge Tastenkombinationen und damit man während der Fahrt beispielsweise nicht aus Versehen die Wahlwiederholung des Telefones aktiviert und zu ungünstigen Zeit andere Leute anruft oder sonstwie sich mit den Tasten verhaspelt, sollte man einfach üben, üben und nochmal üben. Irgendwann gehen einem die Bedienelemente in Fleisch und Blut über und dann steht Freude an kabelloser Kommunikation nichts mehr im Weg.

Vielen Dank für dieses tolle Gerät.

Jun 152012
 

Heute haben wir die neuen Reifen für unsere Tour bekommen. Brifgestone hat 2 Fahrern von uns freundlicherweise jeweils einen neuen Satz BT 23 Reifen zukommen lassen. Carlo und ich bekamen diese Reifen jeweils in den Diemnsionen 120/70 ZR 17 und 160/60 ZR 18. Für unsere beiden BMW R 850 R und K 100 RS 16V verspricht dieser Reifen mit seinen seinen verschiedenen Gummimischungen in der Mitte und an den Rändern ein guter Tourenbegleiter zu sein. Beide haben wir vorher mit dem BT 21 schon gute Erfahrungen gemacht. Andreas hat sich dann auch für seine FJR 1300 diesen Reifen mit der Sonderkennung GT für schwere Motorräder bestellt. Heute war dann reifentag und alle „Schlappen“ wurden aufgezogen. Das habe dann ich übernommen, hier gerade mit dem fetten 180er Hinterrad von Andreas.

Der Weg nach HAuse war schonmal eine kleine Offenbarung. Natürlich ist ein neuer Reifen immer besser als ein abgefahrener aber auf diesem Reifen hatte ich vom ersten Meter an ein saugutes Gefühl. Ich glaube das verspricht Spaß in Norwegens Kurven!

Einen Hinweis möchte ich aber nicht unterschlagen. Die heutigen Reifen von brifgestone müssen nicht mehr langwierig eingefahren werden. Bridgestone verwendet kein Trennmittel mehr, welches erst von den Reifen gefahren werden musste, bevor optimale Haftung besteht. Man soll die Reifen nur zweimal ordentlich warmfahren, also mal 20 Minuten Landstraße oder ähnliches und zwischendrin wieder richtig abkühlen lassen. Hierbei setzen und verbinden sich wohl die Gummimischungen nochmal. Warmfahren heißt hier aber nicht Autobahn Vollgas! Und dann ist der Reifen fertig und kann belastet werden, mit Kurven, Vollgas etc.!

Mehr, wenn wir den Reifen ausgiebig gefahren sind.

Jun 152012
 

eine große Hilfe bei der Tourplanung

Es sind ein paar Wochen vergangen und unsere Planung ist fast fertig. Fred hat sich hilfesuchend an VisitNorway (Das offizielle Reiseportal für Norwegen) gewandt und wir alle sind richtig überrascht wirklich freundliche und kompetente Ansprechpartner für unsere Reise gefunden zu haben. Wir sind ja mehr oder weniger Norwegen unerfahren und so kam uns diese Hilfe sehr recht. Mit einigen E-Mails wurden unsere Tagesziele besprochen und umfangreiche Hilfestellung bei der Beschaffung von Unterkünften vor Ort geleistet. So brauchen wir nicht auf Gut Glück vor Ort suchen und haben eine feste Planung, die es uns erlaubt recht gelassen den jeweiligen Tag zu verbringen. Wir werden auch mit vielen Tipps zu geplanten und ungeplanten Besichtigungsmöglichkeiten versorgt, die auf die speziellen Schwerpunkte unserer Tour eingehen. Service wird hier ganz groß geschrieben und ich kann jedem Norwegen Besucher empfehlen sich dort bei speziellen Fragen oder Wünschen zu erkundigen. Ach ja, keine Angst, man kann u.a. auch auf deutsch anfragen – kein Problem.

An dieser Stelle noch mal ein dickes Danke Sehr für eure Hilfe!

Mrz 042012
 

Wie bereits vorher angekündigt, möchte ich hier einen kleinen Bericht über den Sporthelm R-PHA 10 schreiben. HJC war so freundlich mir diesen Helm für unsere Polarkreistour zu überlassen. Ich habe mir das Design PINNA MC-5 ausgewählt.

HJC R-PHA 10

Im Lieferumfang sind neben der Gebrauchsanweisung ein zweites (getöntes) Visier und eine Pinlock Scheibe. Leider musste ich mir die Pinlock Scheibe für das zweite Visier kaufen. Dies ist insofern sinnvoll, wenn man beabsichtigt die Visiere öfter mal zu tauschen oder vorher nicht weiss, mit welchem man öfter fahren wird. Irgendwann kann man die Pinlock Scheibe nämlich nicht mehr wechseln. Die Montage der Pinlock Scheibe gestaltete sich etwas schwierig. Sie ist zwar leicht einzuklicken, wenn man das Visier etwas aufbiegt

Foto folgt:

allerdings lag sie nicht blasnefrei an. Der Tip von Frank Kirstein vom Polo Shop Holzhauser Strasse, die Haltelaschen der Scheibe etwas aufzuraspeln mit einem scharfen Cuttermeser führte zum gewünschten Erfolg. Die Pinlock Scheibe sitzt nun einwandfrei und blasenfrei.

Das getönte Visier sieht von aussen sehr dunkel aus. Setzt man den Helm aber auf und schaut durch das Visier, erscheint die Tönung gar nicht mehr so stark. Hier wird sich im Praxistest zeigen müssen, ab welchem Dämmerungsgrad die Tönung störend wird.

Das Wechseln der Visiere gestaltet sich relativ einfach. Durch einen Auslösemechanismus wird das Visier gelöst. Der Arretierhebel verbleibt in dieser entriegelten Position. Anschließend wird das neue Visier in die Halterung gesetzt und der Arretierhebel klappt zurück und hält das Visier, fertig.

HJC R-PHA 10

Das Innenfutter des Helmes besteht aus Silver Cool Plus und ist auswechselbar und waschbar. Dazu ist es angenehm zu tragen und weich auf der Haut. Im nachfolgenden Bild sieht man auch den Doppel D Verschluss.

HJC R-PHA 10

Absolutes Highlight ist die Premium Integrated Matrix (PIM) – Konstruktion aus Aramid und Fiberglas – welche eine einzigartige Gewebeschale schafft, die eine außergewöhnlich hohe Stabilität mit einem außergewöhnlich leichten Gewicht verbindet. So wiegt dieser Helm, der im übrigen über eine Abdeckung des Kinnbereiches verfügt und so den Geräuschpegel im Helm deutlich verringern dürfte, nur winzig luftige 1200 gramm.

Die Lufteinlässe sitzen oben rechts und links an der Helmseite. Sie werden mit einem Einstellrädchen bedient. Der Fahrtest wird zeigen, wie gut diese auch im Fahrbetrieb mit Handschuhen bedienbar sind.

HJC R-PHA 10

Der erste Fahrbericht wird dann zum Saisonbeginn hier erscheinen.

Feb 122012
 

Am Freitag waren wir im Polo Shop Holzhauser Strasse und haben unsere neuen HJC Helme in Empfang genommen.

HJC war so freundlich, uns für unsere Tour ihren neuen Klapphelm R-PHA MAX exklusiv zur Verfügung zu stellen. Fred hat ihn auf seiner Seite gleich mal getestet, siehe vorheriger Link. Fred, Carlo und Andreas haben dieses Angebot auch gerne angenommen. Ich habe mich lieber für den nur 1200 gramm leichten Sporthelm R-PHA 10 in dem Dekor PINNA MC5 entschieden. Der Helm wird mit zwei Visieren geliefert, einem getönten und einem hellen Visier. Zusätzlich befindet sich in dem Karton eine Pinlock Scheibe. Eine zweite Pinlock Scheibe habe ich mir für das zweite Visier dazu gekauft. Das Visier lässt sich sehr leicht wechseln, indem man es aufklappt und links und rechts am Helm einen Arretierhebel löst. Das neue Visier wird nun einfach wieder an die vorgesehen Stelle gesetzt und die Arretierung klappt selbständig zu, fertig.

Damniel und Carlo mit ihren neuen Helmen

Der Helm trägt sich sehr angenehm. Durch das äußerst geringe Gewicht von 1200 gramm spürt man ihn nicht zuletzt auch wegen der sehr angenehmen Polsterung überhaupt nicht. Vorne im Helm kann wahlweise noch ein Kinnteil eingeklickt werden, welches die Geräuschentwicklung noch einmal deutlich verringern dürfte. Allerdings zieht sich der Helm dann etwas hakelig vom Kopf, da er an der Nase hängen bleibt. Ich denke aber, man wird sich daran gewöhnen.

Das getönte Visier sieht erstmal von aussen komplett schwarz aus. Wenn man den Helm trägt ist man allerdings von der guten Durchsicht überrascht. Es wirkt nur noch leicht getönt und verspricht auch bei schlechten Sichtverhältnissen einen guten Durchblick. Näheres, vor allem, wie gut das Visier wirklich gegen die Sonne schützt und wie es sich bei Tunneldurchfahrten verhält, wird der Praxistest ergeben.

Verschlossen wird der Helm mit einem Doppel D Verschluss. Als langjähriger Schuberth Helm Träger war ich bisher fast ausschließlich Klickverschlüsse gewohnt. Allerdings hatte auch mein letzter Helm schon diesen Doppel D Verschluss und ich finde diesen mittlerweile sehr praktisch, weil er sich eben nicht verstellt und bei jedem Aufsetzen passgenau eingestellt werden kann. Selbst Halskrausen etc. stören so nicht mehr, da der Kinnriehmen dann eben darauf eingestellt wird. Lästiges verstellen des Kinnriehmens entfällt bei dieser Verschlussvariante gänzlich.

Helmübergabe HJC

Nachdem wir die Helme in Empfang nehmen konnten, fuhren wir zu Carlo in die Firma Pfiffikus. Dort gab es dann für Andreas und Carlo weitere Geschenke auszupacken. Die Firma sw – motech hatte für die beiden Packtaschen spendiert. Carlo bekam für seine BMW R 850 R einen Tankrucksack. Sw – Motech fertigte exclusiv für ihn einen Haltering für den Tankdeckel an, da dieser für dieses Motorrad nicht existierte.

Carlo mit sw-motech Tankrucksack

Tankrucksackaufnahme sw-motech

Ausserdem gab es noch eine schöne Packrolle in Warnfarbe für den Carlo.

Carlo mit sw-motech Gepäckrolle

Andreas bekam eine Backseat Tasche. Diese zeichnet sich nicht nur durch ihr üppiges Platzangebot aus. Sie läßt sich auch durch wenige Handgriffe zu einem großen und recht angenehm zu tragenden Rucksack umfunktionieren. Kein lästiges Tragen mehr auf kurzen Fußmärschen, die Hände bleiben frei zum Fotografieren etc.

Andreas mit seiner sw-motech Backseat Tasche

Andreas mit sw-motech Tasche

Außerdem gab es für jeden von uns vier einen Pullover und ein T-Shirt mit dem Logo von sw – mortech. Die werden wir auf der Fahrt gerne tragen.